Über ein Viertel – Jahrhundert – 25 Jahre Ski-Club Burbach

Zu Beginn war es nur ein Traum, eine Burbacher Liftgesellschaft sollte gegründet werden. Der Jahrhundertwinter 1978/79 führte dann zur Tat. Im DGH Würgendorf ist am 23. März 1979 in einer Gründungsversammlung der Ski-Club-Burbach mit 44 Mitgliedern aufgebaut worden. Der erste Vorstand hat von Anfang an dafür plädiert, dass hier im “Drei-Länder-Eck”, nicht nur die Wintersportfreunde aller Burbacher Ortsteile, sondern auch die der Nachbargemeinden und -kreise aus Rheinland-Pfalz und Hessen eingeladen sind, Mitglied zu werden. Und so ist es bis heute angenommen worden, womit natürlich Burbach die meisten Vereinsmitglieder stellt.

Dem ersten Vorstand gehörten an:
1. Vorsitzender: Heinz Rossek
2. Vorsitzender: Klaus Feckler
Geschäftsführer: Wolfgang Fuchs
Kassenwart: Erich Förster
Sport / Lehrwart: Wolfgang Heinz
Jugendwart: Rolf Heinz
Sozialwart: Rudi Kreckel
Frauenwartin: Anemarie Heinz
Wander/Wegewart: Rudolf Müller


Die ersten 10 Jahre (1979-1989) sind recht detailliert im damaligen Heftchen als Festschrift beschrieben worden. Deshalb wird dieser Zeitraum nur einmal ganz kurz skizziert. Es ging dann Schlag auf Schlag weiter. Bereits im Herbst 1979 wurde ein Bügellift für 7.000 DM angeschafft, eine 1. Trasse von ca. 300m eingerichtet und ein Bauwagen als Kassenhäuschen und “erste” Skihütte installiert.
Der 1. Skiwinter brachte 20 Lifttage und entsprechende Einnahmen, um weitere Aufbauleistungen finanzieren zu können. So ist dann 1980 in Südtirol ein gebrauchter Tellerlift erworben worden. Nach Monaten harter Arbeit konnte die neue Schleppliftanlage, die jetzt über eine Länge von 600m und eine Beförderungskapazität von bis zu 1000 Personen/Stunde verfügte, zunächst als Tellerlift ab dem Winter 1981/1982 in Betrieb genommen werden. Gleichzeitig wurde die Flutlichtanlage aufgebaut und 1982 sind die Teller dann durch Anker ersetzt worden.
Seit 1980 gibt es auch unseren traditionellen Skibasar, welcher bis zur Einweihung der Skihütte am Weidekamp im Jahr 1985, im Dorfgemeinschaftshaus zu Würgendorf ausgerichtet wurde und heute eine überregionale Verkaufs- und Tauschbörse geworden ist.
Als herausragendes Ereignis muss aber der November 1986 nochmals besonders hervorgehoben werden. An diesem Datum fand im Rahmen eines Tages der offenen Tür die offizielle Einweihung der Skihütte statt. Von nun an sind alle wichtigen Entscheidungen, Planungen und Veranstaltungen im eigenen Clubheim vorbereitet bzw. veranstaltet worden. Das waren in den Jahren so viele, dass man sie hier nicht alle aufzählen kann. Die fest verankerten werden später noch genau vorgestellt und gewürdigt. Spektakuläre Ereignisse sind meistens spontan entstanden, dass gilt für den Hüttenbetrieb genauso, wie im Rahmen der Ausflüge und Skifreizeiten. So sei erinnert an ein paar “wilde Dinger”, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Bei der Hangerweiterung 1988 wurde sehr eindrucksvoll Dynamit verwendet, um Baumwurzeln zu entfernen.
Bei den Herbstwanderungen gab es noch richtige Gruppenerlebnisse: Männlein und Weiblein getrennt, z.T. in Sechs-Bett-Zimmern in DJH. Frühschoppen wurden zu EVENTS, indem die Teilnehmer telefonisch zu Hause anfragten, was daheim auf dem Herd vorbereitet sei. Nach kurzer Absprache sind dann die individuellen Köstlichkeiten von den einzelnen Haushalten in der Hüttenküche fertig gestellt und gemeinsam zum großen Schmaus für alle geworden.
Bei unserer vierten Osterfreizeit 1990 zur Steinplatte in Österreich hatten wir ein “Hafenkonzert” falsch interpretiert. Gemeint war ein “Harfenkonzert”, welches vom Wirt und dessen Sohn und Tochter geplant war, aber aus Krankheitsgründen nicht stattfinden konnte. Also übernahmen wir vom Ski Club kurzerhand die Regie und stellten um auf Rockmusik. Zwei “begnadete” Gitarrenspieler, ein “Kapitän” des Schifferklaviers und eine ausgewiesene Rocksängerin aus unserem Verein haben den Saal dann aufgemischt. Ein Gitarrist hatte schnell den E-Ton abgestellt, die Sängerin kannte den Text nur jeweils der ersten Strophe, und die Hintergrundtrommler mit den Papierkörben haben sich dennoch gut in Szene gesetzt, dass der Saal tobte. Die anschließende Schlittenfahrt mit Fackeln ist ähnlich chaotisch, aber mit sehr viel Spaß, absolviert worden.
Es hat natürlich auch Rückschläge gegeben. So ist die Jugendarbeit teilweise viel zu kurz gekommen, und die Rennmannschaft müsste wiederbelebt werden. Hier haben die traurigen, schneearmen Winter ab etwa 1995 vieles mehr oder weniger kaputt gehen lassen. Das spürte auch die Skischule!
Deshalb soll und muss in Zukunft wieder mehr Jugendarbeit geleistet werden.

Evtl. kann die Skischule einen engagierten Snowboard – Lehrer/Trainer verpflichten. Darüber hinaus bleiben unsere Feste, Ausflüge und auch “Spaßevents” sicherlich ein wichtiger Bestandteil für ein munteres Vereinsleben! Die neuesten Mitgliederzahlen lassen hoffen, dass wir bald (incl. der Passivmitglieder) die Zahl 500 erreichen können. dabei hat unser Verein aus allen Ortsteilen Burbachs die meisten Mitglieder. Aber auch Neunkirchen und Wilnsdorf sind stark vertreten sowie natürlich auch viele aus Hessen (Haiger) und Rheinland Pfalz.
Aber 25 Jahre Clubgeschehen sind mehr als nur eine Abfolge von Festivitäten. Unser Club ist auch Mikrokosmos im Makrokosmos. Die große Welt kristallisiert sich in einem Verein. “Groß und Klein” erfahren neue Dimensionen. Nicht mehr nur die Körperlänge oder skifahrerisches Können, sondern Mitarbeit, Engagement, sich im Verein zu verwirklichen, dass sind die herausragenden Elemente, welche aktives Mittun zum Vergnügen werden lassen.
Trotz Stress, kurzfristiger, ja z.T. laienhafter und improvisierter Aktivitäten, kommen gesellschaftliche Eitelkeiten und Emotionen auch zu ihrem Recht. Akademischer Titel, gehobene Berufsbezeichnungen, erfolgreiche Arbeitspositionen, sogar Politiker und alle, die nicht genannt sind, haben eine gemeinsame Basis gefunden.
Kinderfreundlichkeit ist weiterhin das wichtigste Prinzip, nicht nur was den Beitrag betrifft. Eltern, die diese Kinder begleiten und sich über Hektik, über “groß und klein” hinwegsetzen können, die insgesamt Vergnügen schätzen, sind unsere liebsten “Kunden”, weil hier die künftigen Vorständler “heranreifen”.

Viel Zeit und Arbeit ist neben den Routinearbeiten am Hang und Lift immer wieder in den Ausbau unserer Hütte investiert worden. Hier zeichnet sich der Verein dadurch aus, dass Mitglieder aus vielen Berufen ihr Können dem Verein zur Verfügung gestellt haben und es auch weiterhin tun. Dazu gehören auch der sachgemäße Umgang, die Wartung und die Pflege unserer umfangreichen Maschinen und Geräte.
Richtige Stimmung und besonders viel Spaß mit Gaudi-Einlagen gibt es für einen Skiclub natürlich immer dann, wenn der eigene Lift läuft. Da sind wir leider wetterabhängig und in der Vergangenheit hat es gute und ganz miese Jahre gegeben.
Rekordjahre waren 1984/85, 1985/86 und 1986/87 mit jeweils fast 50 Lifttagen bei strenger Kälte von z.T. mehr als -20°C. Nach großen Einbrüchen in den 90er Jahren waren die Jahre 2001 – 2006 wieder zufriedenstellend mit jeweils 25 -30 Lifttagen:

Auch ein wichtiger und fester Bestandteil unseres Vereins ist seit 1987 die Osterfahrt in die Alpen.